Der Jahreswechsel 2013/2014 (01/2014)

Zum Jahreswechsel 2013/2014 ergeben sich, wie auch schon in den vergangenen Jahren, einige wesentliche Änderungen.

Neben den Anpassungen der Versicherungspflichtgrenzen und Beitragsbemessungsgrenzen sind im Reisekostenrecht erhebliche Veränderungen eingetreten.


Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung

Rechengrößen in der Sozialversicherung

 

Die Beitragsbemessungsgrenzen sind die Höchstwerte für laufende Arbeitsentgelte, von denen Beiträge zu den einzelnen Sozialversicherungszweigen berechnet werden.

Die Versicherungspflichtgrenze stellt den Wert dar, bis zu dem die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung besteht.

Die allgemeine Versicherungspflichtgrenze gilt für alle Arbeitnehmer, die nicht bereits am 31.12.2002 privat oder freiwillig versichert waren.

Zu den Bestandsfällen werden die Arbeitnehmer gezählt, die bereits am 31.12.2002 privat oder freiwillig versichert waren.

Beschäftigte, deren Jahresarbeitsentgelte die Versicherungspflichtgrenze des laufenden (2013) und die des Folgejahres (2014) überschreiten scheiden aus der gesetzlichen Versicherungspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung aus. Diese Personen sind verpflichtet, sich freiwillig in einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse zu versichern. 

Beiträge zur Sozialversicherung bleiben zunächst stabil

Beiträge zur Sozialversicherung 2013-2014

 

In der Pflegeversicherung sind Erhöhungen von 0,5 % bereits im Koalitionsvertrag vereinbart. Spätestens bis 2015 wird der Beitrag zunächst um 0,3 % und in einem weiteren Schritt um 0,2 % erhöht.

Der Krankenversicherungsbeitrag bleibt für die Arbeitgeber festgeschrieben. Bei Bedarf können die Krankenkassen den Arbeitnehmeranteil von 0,9 % variabel gestalten, also erhöhen oder senken.

Der Sozialausgleich ist damit endgültig abgeschafft.

Änderungen im Reisekostenrecht – auswärtige Tätigkeiten

Ab 1. Januar 2014 gilt das neue Recht für auswärtige Tätigkeiten. Die neue Rechtslage wurde durch mehrere Urteile des BFH (Bundesfinanzhof) geschaffen. Die Finanzverwaltung hat nun allgemeine verbindliche Regelungen gesetzlich festgelegt.

Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte

Grundsätzlich kann ein Arbeitnehmer nur eine erste Tätigkeitsstätte je Beschäftigungsverhältnis haben. In erster Linie bestimmt dies der Arbeitgeber durch eine entsprechende Vertragsvereinbarung. Wenn vom Arbeitgeber keine erste Tätigkeitstätte bestimmt wurde, richtet sich die Beurteilung nach dem EstG § 9 (Einkommensteuergesetz).

Nachfolgende Kriterien greifen, wenn der Arbeitgeber keine Festlegung für die erste Tätigkeitsstätte getroffen hat:

  • typischer Weise arbeitstägliche Ausübung der Tätigkeit (fester Arbeitsplatz)
  • je Arbeitswoche 2 volle Arbeitstage an einem Einsatzort
  • mindesten 1/3 der vereinbarten Arbeitszeit an einem Einsatzort.

Arbeitnehmer, die weder eine vertragliche Vereinbarung über die erste Tätigkeitsstätte haben, noch die gesetzlichen Voraussetzungen des § 9 EstG erfüllen, haben keine erste Tätigkeitsstätte.

Als erste Tätigkeitsstätte werden nur solche Tätigkeitstätten angesehen, an denen die tatsächliche berufliche Tätigkeit ausgeübt wird, es sei denn, der Arbeitgeber hat eine erste Tätigkeitstätte vertraglich bestimmt.

Ohne erste Tätigkeitstätte können die Fahrtkosten mit 0,30 € je gefahrenen Kilometer anstelle der einfachen Strecke (Entfernungskilometer), erstattet werden. Falls eine Erstattung durch den Arbeitgeber nicht erfolgt, können die Aufwendungen als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.

Diese Regelung hat auch Einfluss auf die Bewertung von Dienstwagen. Wenn keine erste Tätigkeitsstätte besteht, entfällt der geldwerte Vorteil von 0,03 % je Entfernungski- lometer, welcher anhand des Listenpreises berechnet wird. 

Verpflegungsmehraufwandpauschalen

Bei einer Abwesenheit von 8 Stunden bis zu 24 Stunden beträgt die Pauschale 12,00 €. Bei 24 Stunden Abwe- senheit beträgt die Pauschale 24,00 € je Tag.

Für mehrtägige auswärtige Tätigkeiten beträgt die Pauschale für den Anreise- und Abreisetag jeweils 12,00 €.

Die Beträge für den Anreise- und Abreisetag gelten in diesen Fällen unabhängig von der jeweiligen Abwesenheitsdauer.


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