Wichtige Information für die Personalabteilung - 2012 So startet das neue Jahr... (01/2012)

Rechtzeitig zum Jahresbeginn ändert sich in der Lohn- und Gehaltsabrechnung der Beitrag zur Rentenversicherung von 19,9 % auf 19,6 %. Bei einem Monatsverdienst von 2.500,00 € spart der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer jeweils monatlich 3,75 €.


Anhebung der Regelaltersgrenze schrittweise vom vollendeten 65. Lebensjahr bis zum vollendeten 67. Lebensjahr. Die Tabelle gibt die Anzahl der Monate an, um die sich das Renteneintrittsalter verschiebt. Der Jahrgang 1964 hat dann erst mit dem vollendeten 67. Lebensjahr Anspruch auf eine abschlagsfreie Rente.

Anhebung der Regelaltersgrenze schrittweise vom vollendeten 65. Lebensjahr bis zum vollendeten 67.

Für langjährige (zur Zeit 35 Beitragsjahre) und besonders langjährige Beitragszahler (45 Beitragsjahre) gelten Besonderheiten. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.

Auswirkung in der Lohn- und Gehaltsabrechnung auf die betriebliche Altersvorsorge

Für die betriebliche Altersvorsorge hat die Regelung zum Rentenbeginn ebenfalls Bedeutung. Alle Verträge, die ab Januar 2012 abgeschlossen werden, dürfen als frühesten Rentenbezug das 62. vollendete Lebensjahr vorsehen. Bisher konnten die Verträge ab dem vollendeten 60. Lebensjahr den Versorgungsbezug vorsehen.

Eine der Besonderheiten beim Riestern war die sogenannte Ehegattenklausel. Durch sie konnten auch Ehepartner, die keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen, einen Riester-Vertrag abschließen und Zulagen bekommen. Eigene Beiträge brauchten sie nicht leisten. Voraussetzung war lediglich, dass der Ehepartner einen Riester-Vertrag bespart. Diese "Nullverträge" werden jetzt abgeschafft. Ab 2012 müssen auch die "mittelbaren" Riester-Sparer mindestens den Sockelbeitrag von 5 Euro im Monat einzahlen. Diesen Punkt hat der Gesetzgeber neu geregelt, nachdem es im Frühjahr zu Irritationen um die Zulagen gekommen war. Viele Versicherte sollten Zulagen zurückzahlen, weil sie fälschlicher weise keine Eigenbeiträge geleistet hatten.

Duale Studiengänge – Neuregelung

Die höchst komplizierten und umstrittenen Regelungen für sogenannte „duale Studiengänge“ sind ab Januar 2012 klargestellt worden. Nach dem das Bundessozialgericht solche Ausbildungen den Studenten gleichgestellt hatte, waren diese sozialversicherungsfrei. Ab Januar 2012 werden solche dualen Studiengänge als Ausbildung betrachtet und in der Lohn- und Gehaltsabrechnung beitragspflichtig in allen Zweigen der Sozialversicherung abgerechnet. Das gilt auch für bereits bestehende Fälle.

ELStAM – Elektronische Lohnsterabzugsmerkmale

Die elektronische Lohnsteuerkarte startet mit Verzögerung. Die gesetzlichen Regelungen zur ELStAM sind zwar gültig, jedoch ist das Abruf- und Meldeverfahren auf den Januar 2013 verschoben worden. Für die Lohn- und Gehaltsabrechnung gelten die Lohnsteuerkarten 2010 somit auch für das Kalenderjahr 2012 weiter.

  • Bei Neueinstellungen muss der Arbeitnehmer die Lohnsteuerkarte 2010 oder eine Ersatzbescheinigung vorlegen. Die für den Arbeitnehmer bestimmte „Information zu den elektronisch gespeicherten Lohnsteuerabzugsmerkmalen“ gilt nur in Verbindung mit der Lohnsteuerkarte 2010 bzw. einer vom Finanzamt ausgestellte Ersatzbescheinigung.
  • Für ledige Auszubildende kann die Steuerklasse I verwendet werden (Regelung wie auch schon im Kalenderjahr 2011).
  • Scheidet ein Beschäftigter aus, hat der Arbeitgeber die vorliegende Steuerkarte 2010 auszuhändigen.
  • Legt der Arbeitnehmer keine Steuerkarte 2010 bzw. eine Ersatzbescheinigung 2011 vor, ist der Arbeitgeber verpflichtet die Lohnsteuerklasse VI zu berücksichtigen.

Wir wünschen allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012.


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