Rückwirkende Ermäßigung der Lohnsteuer über die Lohnabrechnung (03/2013)

Wie schrieb doch eine Zeitschrift gut und so zutreffend: “Von Staatswegen dienstverpflichtet.“ Das bedeutet für Sie und besonders für die Lohndata: Eine komplette, rückwirkende Netto-Neuberechnung der Monate Januar bis März.

Ein dreimonatiger Aufrollmechanismus (SOLL/IST) mit allen erforderlichen Test- und Abstimmungsroutinen, den entsprechenden Dokumentationen und formalrechtlichen Auflagen der GoBS, AO, GDPdU, Archivierung und der Gewährleistung, dass abrechnungstechnisch, innerhalb kürzester Zeit, ein ordnungsgemäßer Lohnprogrammstand erzeugt wird.

Ein Heidenaufwand: „Gemessen an dem, was letztlich Netto für den einzelnen Arbeitnehmer dabei herauskommt“.

Im Rahmen der "kleinen Steuerreform" hat die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates im März 2013 die Berechnung der Lohnsteuer und damit folgend auch den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer ermäßigt.

  • Der Grundfreibetrag wird auf 8.130,00 € um 126,00 € angehoben.
  • Der Eingangssteuersatz bleibt bei 14 %.
  • Weitere Ermäßigungen wurden vom Bundesrat mehrheitlich abgelehnt.

Im Ergebnis erhalten alle Arbeitnehmer eine Steuerermäßigung mit der laufenden Lohnabrechnung ab April. Die Änderungen der Lohnsteuer werden rückwirkend ab 1. Januar 2013 wirksam.

Die Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, für die bereits abgerechneten Monate, die neuen Werte Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zeitnah, gemäß Einkommensteuergesetz § 41c, zu erstatten, "Soweit es ihnen wirtschaftlich zumutbar ist". Dies ist regelmäßig der Fall, sofern eine maschinelle Lohnabrechnung mit Rückrechnungszugriffen vorhanden ist, welche eine rückwirkende Neuberechnung ermöglicht. So lautet es in der Begründung zur Änderung des Einkommensteuergesetzes.

Die Nachberechnung und Auszahlung der für die vergangenen Monate neu ermittelten Lohnsteuer, Kirchensteuer und des Solidaritätszuschlages erfolgt mit dem Lohnabrechnungsmonat April 2013.

  • Die ermittelten Lohnsteuer-Differenzbeträge werden auf der aktuellen Lohnabrechnung / Verdienstabrechnung (April 2013) nach Monaten und Steuerart (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) getrennt ausgewiesen.

Durch die von Lohndata programmierte Differenzermittlung, mit tabellarischer Darstellung, vermeiden wir eine erhebliche "Papierflut", also zusätzlich drei oder mehr Lohntaschen-/Abrechnungen (Lohnabrechnung laufender Monat plus 3 Rückrechnungen Januar bis März). Das bedeutet, dass Ihre Mitarbeiter "nur" eine laufende Abrechnung mit den ausgewiesenen tabellarischen Erstattungen erhalten.

Informationen für den öffentlichen Dienst TV-L – Einigung im Tarifstreit

Die Tarifgemeinschaft Deutscher Länder hat mit der Gewerkschaft Verdi einen neuen Entgelttarifvertrag abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Gültigkeit bis 31.12.2014. Alle Tabellenwerte werden zum 01. Januar 2013 rückwirkend um 2,65 % erhöht. Eine weitere Anhebung um 2,95 % erfolgt zum 01. Januar 2014. Die Erklärungsfrist ist noch nicht abgelaufen, so dass die Erhöhung voraussichtlich erst mit der Aprilabrechnung vorgenommen werden kann.

Für das Land Berlin gilt die Erhöhung erst 3 Monate später. Das Bundesland Hessen ist aus der Tarifgemeinschaft ausgetreten, so dass die Tariferhöhung hier nicht wirksam ist. Für das Bundesland Hessen gilt ein eigener Tarifvertrag. Die Tarifverhandlungen für Hessen sind noch nicht abgeschlossen.

Rückwirkende Ermäßigung der Lohnsteuer über die Lohnabrechnung - 03/2013

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