Zum Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes vom 29.04.2016

Nach langen Verhandlungen wurde ein für beide Tarifpartner tragbares Ergebnis erzielt. Die ursprüngliche Forderung der Gewerkschaften von 5,5 % linearer Entgelterhöhung mit einer Laufzeit von einem Jahr konnte zwar nicht durchgesetzt werden, aber der Kompromiss reiht sich in die bisher abgeschlossenen Tariferhöhungen ein. Gleichzeitig wurde eine neue Entgeltordnung vereinbart. Die Vereinbarung der Entgeltordnung sollte ursprünglich bis Ende 2007 abgeschlossen sein.

Der Tarifabschluss im Detail

Es findet eine lineare Entgelterhöhung von insgesamt 4,75 % statt.

Diese gliedert sich wie folgt:

  • ab 01.03.2016 Erhöhung um 2,4 %
  • ab 01.02.2017 um weitere 2,35 %

Der Tarifvertrag gilt bis 28.02.2018

Des Weiteren wurden besondere Regelungen im Bereich Bund als auch im Bereich VKA getroffen. Hierzu folgende Ausführung:

Bund

Es wird zur Gegenfinanzierung der Tariferhöhung sowie der Veränderung der biometrischen Finanzierung einen zusätzlicher Beitrag bei der Zusatzversorgungskasse eingeführt. Dieser zusätzliche Arbeitnehmerbeitrag wird sowohl im Abrechnungsverband West als auch Ost eingeführt. Dieser wird ab 01.07.2016 eingeführt.

Somit wird ab 01.07.2016 ein zusätzlicher Arbeitnehmerbeitrag in Höhe von 0,2% (VBL West) eingeführt.

Ab 01.07.2017 wird dieser Beitrag um weitere 0,1% erhöht auf 0,3% (VBL West) und ab 01.07.2018 wird dieser wiederum um 0,1% erhöht auf 0,4% (VBL).

Dieser zusätzliche Arbeitnehmerbeitrag muss separat bei der Zusatzversorgungskasse gemeldet werden.

Im Abrechnungsverband Ost wird der derzeitige Beitrag von 2 % auf 2,75% ab 01.07.2016 erhöht. Ab 01.07.2017 wird dieser wiederum um 0,75% erhöht auf 3,5 % und ab 01.07.2018 um weitere 0,75% auf 4,25%.

Die Arbeitgeber werden genauso an der biometrischen Finanzierung beteiligt. Im Abrechnungsverband West tragen diese gemäß dem periodischen Bedarf im Umlageverfahren eine Umlage von 6,45% bis zu 6,85% der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte.

Im Abrechnungsverband Ost findet diese Beteiligung gemäß periodischem Bedarf im Umlageverfahren zwischen 1,00% und 3,25% Anwendung.

Diesen periodischen Bedarf teilt die Zusatzversorgungskasse separat mit.

Die Jahressonderzahlung wird im Bereich Bund im Tarifgebiet Ost wie folgt angepasst.

Entgeltgruppe

2016

2017

2018

2019

2020

E 1 bis E 8

72%

76,5%

81%

85,5%

90%

E 9 bis E 12

64%

68%

72%

76%

80%

E 13 bis E 15

48%

51%

54%

57%

60%

Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9a bis 15.

VKA

Es wird eine Entgeltordnung des TVöD für den Bereich der VKA einschließlich der stufengleichen Höhergruppierung vereinbart. Diese tritt am 01.01.2017 an.

Die zusätzliche Umlage die im Bereich Bund eingeführt wird, wird auch im Bereich VKA eingeführt.

Die Entgeltgruppe 9 wird ab 01.01.2017 in 3 Bereiche aufgegliedert. Es werden ab 01.01.2017 nunmehr die Entgeltgruppen 9a bis 9c eingeführt.

Die Jahressonderzahlung im Bereich des VKA wird für die Jahre 2016 bis 2018 auf dem materiellen Niveau des Jahres 2015 eingefroren. Nach 2018 werden allgemeine Entgelterhöhungen (Dynamisierung der Jahressonderzahlung ab 2019) auf der Grundlage der Jahressonderzahlung 2015 abzüglich von 4% erfolgen. D. h. 2016 Jahressonderzahlung wie 2015. Im Jahr 2017 Jahressonderzahlung 2015 abzüglich 4%.

Praktikanten und Azubis

Die Ausbildungsentgelte erhöhen sich ab 01.03.2016 um einen Festbetrag in Höhe von 35,00 € und ab 01.02.2017 um einen Festbetrag in Höhe von 30,00 €.

Des Weiteren wird ein Lernmittelzuschuss in Höhe von 50,00 € brutto pro Ausbildungsjahr eingeführt.

Die höheren Entgelte sind erst nach Abschluss der Redaktionsverhandlungen zu zahlen. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 31.05.2016.

Ihr
Lohndata Team

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